Wo bleibt die Kirche? Kirche scheint aktuell kein Fels in der Brandung zu sein, sondern ein rund geschliffener Kiesel, gefällig mit dem Strom den Bach herunter polternd.

Jeder Kathrastophen Blockbuster hat als zentralen Wendepunkt diese eine Szene, wo versprengte Überlebende um das provisorische Lagerfeuer sitzen, sich dann die Hände reichen, beten und singen, um dann Mut zu schöpfen und mit dieser Rekonfirmation der Solidarität den Funken Hoffnung zu entwickeln, der dann zu Aktion und schließlich zum Happy End führt. Das ist die Dramaturgie, die wir aus Filmen kennen.

Die Realität sieht anders aus. Kirche hat sich bequem kalt stellen lassen. Was würde wohl Herr Bonhoeffer dazu sagen? Kirche hat immer Renaissance erlebt, wenn mutige Menschen unbequeme Meinungen adressierten. Kirche sollte sich erheben und als Anwalt Ihres Auftrages auftreten, um als Experte kollaterale Schäden sozialer Distanzierung aufzuzeigen, damit eine Entscheidung, gleichwohl wie sie am Ende ausfällt, zumindest nach Reflektion dieser Aspekte getroffen werden kann. Das ist vermutlich auf höhere Ebene geschehen; es ist allerdings nicht bekannt und daher alleine schon eine verpasste Gelegenheit, Mut und Profil in die Masse zu tragen.

Es ist allerdings gerade zweifellos die Zeit für Wachsamkeit und Mut und nicht für angepasstes Mitlaufen.

Als ich diesen Artikel schrieb, war noch nicht einmal ansatzweise abzuschätzen, wohin wir laufen, obgleich es damals schon absurd war. Inzwischen sind die Christenmenschen ist fanatischsten Dogmatiker der Republik geworden, die offen ausgrenzen, feindlich auftreten, diffamieren und denunzieren. Nicht unerwartet. Jene sind auf dem Kreuzzug und haben Ihren neuen Götzen entdeckt. Man fordert schon (und bitte, das ist kein Witz) vom a.c. und p.c. zu sprechen (2020 als Jahr zur Trennung von ante Corona und post Corona). Und das folgende Video ist ein schier unglaubliches Element religiöser Verirrung. Die Rede ist vom “Serum des Urvertrauens”

 

Noch Fragen?

Kategorien: Allgemein

1 Kommentar

Burkhard Stieglitz · 8. Juni 2020 um 23:53

Die Kirche krankt an einem zentralen Problem, das sie seit dem Konzil von Nicäa 325 mit sich herumträgt ohne es bis heute auch nur anzurühren, denn es berührt die gesamte weltgeschichtliche Entwicklung. Sie ist nicht in der Lage die Beziehung von Altem zum Neuen Testament zu klären. Jesus hat es versucht aber die schon Paulus hat ihn diesbezüglich nicht verstanden. Er glaubte an eine Kontinuität. Es ist aber eine Einheit im Sinne der totalen Konfrontation, eine Einheit im Sinne von These und Antithese. Also ist die Bibel eine Einheit im Gegensatz.
Burkhard

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