Laut dem statistischem Bundesamt (destatis.de) mit Stand vom 30.04. sind im ersten Quartal der letzten Jahre mehr Personen verstorben als in 2020 im gleichen Zeitraum. Diese Zahlen lassen ja verständlicherweise keinen Raum zur Fehlinterpretation, es gibt keine Dunkelziffer, Fehlerfassung oder die Notwendigkeit nach ‘mit’ oder ‘durch’ Corona gestorben zu unterscheiden. Daher:

Ganz einfach, in den letzten Jahren sind im ersten Quartal in Deutschland mehr Menschen gestorben, als im ersten Quartal 2020.

Folgerichtig haben wir entweder im Umgang mit der Krise außerordentlich wirksame Maßnahmen getroffen, oder aber wir sind schlichtweg bis jetzt in diesem Jahr keiner außergewöhnlichen, tödlichen Bedrohung ausgesetzt.

Gegenüber erstem Quartal 2019 haben wir eine ‘Untersterblichkeit‘ von ca. drei Tausend. Es gibt allerdings knapp ein Tausend mehr verstorbene ältere Menschen über 80 Jahre im ersten Quartal 2020, als im ersten Quartal 2019. Solche geringen Schwankungen sind von Jahr zu Jahr sicherlich normal, vielleicht ist ja auch die Tendenz in 2020 eine Signatur von Corona, wer weiß. In jedem Fall aber offensichtlich ‘kaum Anzeichen von Übersterblichkeit in Deutschland’ wie der Spiegel schreibt; das ist defensiv formuliert, aber ausreichend im Sinne der wichtigen Erkenntnis, daß Meldungen vom Chaos bei Bestattungsunternehmen wohl kaum ernstgenommen werden dürften.

Die Jugendämter melden Gewalt in den Familien, die Krankenhäuser haben Leerstand und Personal in Kurzarbeit und eine Bugwelle an ausgesetzten Behandlungen.

Können wir darauf vertrauen, dass das Versprechen, diese außergewöhnliche Maßnahme täglich auf das Schärfste in Frage zu stellen, noch gelebt wird oder ist der Lockdown schon zur Gewohnheit geworden mit kollateralen Effekten, die Vielen wehtun, und unseren Alten übrigens am Meisten, Manchen und Manchem aber Optionen bieten.

Die Entwicklung der Netto-Neuinfektionen bescheren uns aktuell jedoch Aussichten, die nicht korrelieren mit den adressierten Maßnahmen. Heute haben wir unter 30.000 aktive gemeldeten Infektionen und aktuell werden es 2.000 pro Tag weniger.

 

Haben wir eine medizinische Krise oder leben wir in einer HOAX-induzierten Blasenkrise?

Vielleicht sollten wir uns alle um Wichtiges kümmern. Der Erreger Suttonella ornithocola löst beispielsweise bei Meisen eine Lungenentzündung aus. Nichts soll unsere Bemühung um unsere Gesundheit verunglimpfen, aber wir sollten des Rest der Welt nicht vergessen.

Kategorien: Statistik

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