Man kann und soll Maßnahmen gern kritisch sehen, aber gern nicht unterkomplex…

… sagt mir soeben ein Freund. Wie so viel in letzter Zeit Gehörtes reichlich gaga. Unterkomplexe Betrachtungen können den Kern einer Sache durchaus deutlich herausarbeiten und auch den Blick für das Wesentliche schärfen. Wenn man dabei weiß, dass man dabei bestimmte, eventuell sogar viele, Aspekte falsch betrachtet, die aber außerhalb der akuten Betrachtungsperspektibve liegen ist das ein kluges Modell und ein wissenschaftliche Best Practice. Am Ende ist jedes Modell “unterkomplex”. Und am Ende ist jede Betrachtung von irgendwas ein Modell. Am Ende sagt mein Freund oben, dass man am besten keine Kritik äußert, solange man nicht die volle Komplexität erfassen vermag? Man sollte es systemzugelassenen Experten wie Viola Prießmann überlassen und auf keinen Fall kritischen Stimmen wie Prof. Ioanidis oder Dr. Kulldorf. Also wie auch immer, genau betrachtet hört es sich etwas blass an.

Aber spannend ist es dennoch. Haben uns doch unterkomplexe Modelle letztes Jahr erst in die Panik getrieben. Viola Prießmann hat uns 2020 das “exponentielle” Wachstum anhand des SIR Modell erklärt. Ein komplett “unterkomplexes” Modell, eine Erstsemester Differentialgleichung mit dem exponentiellen Wachstum als düsterer Ausblick, der fortan in aller Munde war. Der Ausweg aus dem Desaster war dann, man kann mathematisch begründen, nur die Herdenimmunität. ‘Alternativlos’ als Begriff wurde damals synonym für die damit verbundenen Konsequenzen geprägt. Bei 67% nicht-suszeptibler Population fällt die exponentielle Entwicklung in sich zusammen und die Erkrankung wird endemisch und die Proklamation der Pandemie danach obsolet.

Natürlich beobachteten wir weder durchgängig exponentielles Wachstum bis zur 67% Durchimpfung, noch beobachten wir einen Abbruch exponentieller Entwicklung danach, also bei hinreichend immunisierter Bevölkerung. Das Modell passt nicht und das war immer erwartbar, denn wie gesagt, ein simplifizierter Ansatz für Erstsemester Schulbücher, taugt gewiss nicht in Verwendung für ernsthafte Prognosen. Aber allemal ein gutes Modell, um Menschen gezielt in Panik zu versetzen. Hier wurde vorsätzlich simplifiziert, um gezielt falsche Prognosen zu kommunizieren.

Wenn nun aber das Modell komplett versagt und von der naiven Frage “sollten die Fallzahlen nicht sinken, wenn die Impfquote steigt” hinreichend entlarvt wird, erscheint die Kommentierung dieser Aussage auf Unterschätzung von Komplexität reichlich hilflos. Es ist am Ende so einfach: Wir sollten im Dezember 2021 deutlich weniger Erkrankungen haben als im gleichen Vorjahreszeitraum, wir sehen aber keinen Effekt der Impfung, weder im zeitlichen Vergleich mit letztem Jahr, noch im Vergleich mit verschiedenen Ländern unterschiedlicher Impfstrategien. Im Gegenteil, die ICUs in den Krankenhäusern sind zu 40% mit doppelt Geimpften belegt und man beginnt (z.B. in NRW) monatliche (!) Nachimpfungen zuzulassen, entweder um kurz vor dem Kollaps dieser gigantischen Lüge noch möglichst viel Umsatz einzufahren oder einfach aber im blinden Wahn der Schadenbegrenzung der Fehlleistung mit hunderten von Millionen Toten als Kollateral; keine COVID Tote, sondern Opfer von Hunger und unterlassener Hilfe in Krisengebieten, ja sogar Suizide und unterlassener medizinischer Hilfe.

Also doch monatliche Impfabo’s – von dem bourgeoisen Speckgürtel als “Verschwörungstheorie” (wie so viele oder eigentlich alle Schreckensszenarien) diffamiert; nun aber natürlich eingetreten.

Eine heuristische Bewertung der Impfungseffizienz ist wohl kaum ein komplexes Unterfangen. Es ist einfach: Die Impfung ist offenbar ohne Einfluss auf die “Volksgesundheit”. Detaillierte Analyse sind Expertensache, liegen zu Hauf vor, aber wer will schon diese pdf’s lesen, wenn die bequeme Version der Wahrheit so mundgerecht vom Faktenchecker aufbereitet konsumiert werden kann.

Hier noch etwas nettes von Lisa Fritz. Das 2G Publikum lacht sich scheckig, warum auch immer.

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