Mein SEO Berater bemängelt, dass das Wort “Elefant” nicht im Text vorkommt. Nun, … voila! Jetzt schon. Aber vielleicht ist der geneigte Leser ja intelligenter als mein elektronischer Berater und findet den Elefanten im Text auch ohne Erwähnung. 🙂

Was sind eigentlich die größten Störgefühle bei dieser Situation, frage ich mich. Uns geht es ja nun gut. Die Kinder profitieren zweifellos von einer Schulform, die momentan auf das pönalisierende Element verzichtet und somit Neugier und Wissensdurst der Kinder wiederkommen. Gestorben wird ja nun auch hauptsächlich unauffällig in den Altenheimen (lt. Universität Bremen: 60% der Corona-Toten sind Menschen in Pflegeheimen; diese Gruppe ist dabei allerdings nur 8,5% am Infektionsgeschehen beteiligt. Also von 16.000 infizierten Pflegeheimbewohnern starben 5.000; eine Mortalität von 30%. Sind die Alten wirklich so gut aufgehoben, wenn man sie zusammenpfercht und einsperrt in geschlossenen Anstalten?), an Corona und an LockedIn-Kummer. Man sollte es schon aussprechen: Die Wirtschaft ist locked-down, die Alten sind lockedIn. Eingeschlossen mit Besuchsverbot (also zumindest bis Mai). Wer das Haus verlässt zur Fusspflege, kommt anschließend zwei Wochen in Quarantäne. Das muss man erst einmal verkraften als verletzlicher alter Mensch.

Das wir Gesunden, Starken und Wirkmächtigen “jungen” Menschen die Schwachen nicht schützen, ist mir einer der größten Ärgernisse. Dazu tun wir noch so, als ob wir den ganzen Zinnober veranstalten, um jene zu schützen.

Die absoluten Sterbezahlen in Deutschland sind geringer als 2019. Nun, man kann sagen, wegen der Maßnahmen. Aber das hört sich ein wenig nach Watzlawick’s Anleitung zum Unglücklichsein an.

Die verordnete soziale Distanz nehmen wir ja zunehmend  als das ‘the new normal’ an; ganz nach dem Motto: ‘Nach dem Virus ist vor dem Virus.’ All das ist offensichtlich eine depressive Verstimmung der kompletten Öffentlichkeit. Und zweifellos wird wohl eine soziale Distanz zu einer Atrophie sozialer Kompetenz führen. Wir verlernen nicht nur das Laufen (unsere Eltern und Großeltern gingen noch täglich kilometerweit zur Schule; heute laufen die Menschen an Stöcken, um Gelenke zu schonen), sondern zunehmend dann wohl auch den Umgang miteinander. Damit werden wir zu perfekten Bürgern im System. Wir konzentrieren uns auf das Geld verdienen und den anschließenden Konsum. Michael Ende’s Dystopie MOMO (ich finde, es ist eine Dystopie genial verpackt und wunderschön erzählt als Kindermärchen.)  wird wahr.

Da lese ich die Tage: “Ich kann diese Wetterstation, trotz des hohen Preises, nur weiterempfehlen. Die Echtzeitanzeige des aktuellen Wetters (ist) wirklich toll!” und denke mir, wie vergleichsweise günstig es wäre, mal einfach aus dem Fenster zu schauen, um das ‘aktuelle Wetter’ zu prüfen und die Kurzfristprognose zu versuchen; vielleicht schwirren ja die Mücken und verraten etwas. Zweifellos werden wir all das verlernen. 

Der Kreislauf ist nun geschlossen, die Volkswirtschaft funktioniert, der Kapitalismus erreicht sein Endstadium. Und die Sahne obendrauf wird außerhalb der sozialen Systeme (also ohne Abgaben in ebendiese) abgeschöpft. Dazu habe ich einen Artikel gelesen, den ich leider nicht mehr finde. Faszinierend: Wir Arbeitsbienen schrauben uns in einer Spirale aus Inflation und wachsendem Komsunanspruch in mehr und mehr Belastung, während Kapitalertrag und andere Einnahmen aus sozialabgabenbefreiten Konstrukten Einigen erlaubt, hohe Zäune um die Anwesen zu bauen, die notwendig sind, um sich vor dem Anblick und dem Kontakt mit den Arbeitsbienen zu schützen.

Das Ganze hat keine Relevanz in Bezug auf COVID-19??? Also ich denke, es ist in gewisser Weise gerechtfertigt, dies im Kontext kollateraler Effekte dieser Krise zu sehen.

In Wuppertal ist jüngst ein COVID-19 infiziertes Grundschulkind in der Schule gewesen. In Wuppertal entbrennt natürlich die Diskussion, wie sinnvoll es ist Schulen zwei Wochen vor den Sommerferien wieder zu öffnen und die Kinder in die Schule antreten zu lassen. Interessanter finde ich jedoch etwas Anderes, nämlich dass man von einem neuen “Ausbruch” spricht. Immerhin sind Hunderte von Schülern, Lehrern und (freiwillig) Eltern in Quarantäne. Die öffentliche Meinung, und damit die Meinungsbildung, findet statt auf Basis der Quarantäne Zahl. Also im Kopf bleibt: “Neuer Corona Ausbruch in der Grundschule, Hunderte sin betroffen.” Die Situation war wohl dramatisch und dauerte 5 Stunden. Eltern durften nicht zu Ihren Kindern (Alter 6-10) in Kontakt treten, während medizinisches Personal in Vollschutz im Gebäude die Kinder untersuchte. Auf welcher Basis verweigert man Eltern den Kontakt mit den Kindern! Eine Maßregelung, die, aus Elternsicht rein emotional bewertet, unerträglich ist. Auch unerklärlich, denn der Verdacht auf Viruskontamination der Eltern dürfte ja wohl identisch dem der Kinder und Lehrer sein. Die Umstände, warum Alles in der Schule stattfand, werfen ohnehin Fragen auf … aber vielleicht macht das ja Sinn irgentwie.

Die Eltern wurden übrigens draußen wartend von der Feuerwehr mit Essen versorgt. Klar, ohne Mittagessen kommt man auch wirklich in eine Notsituation! Was ein Drama. Da wird sich wohl jemand Nichts vorwerfen lassen wollen. Jenes ist zweifellos Ursache, nicht Symptom in dieser Krise!

Nie wieder werden wir Schulen öffnen können, wenn wir erst dann sicher sein dürfen, wenn kein Risiko besteht, dass auch nur ein Schüler oder Lehrer eine hochansteckende und gefährliche Krankheit mit langer Inkubationszeit in sich trägt. Oder warten wir etwa alle doch auf die Impfpflicht???

 

 

 

 

 

 

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